Breyell ist ein kleiner Ort nahe der niederländischen Grenze. Hier gibt es neben schönen Kirchtürmen aus dem Mittelalter, alten Villen aus der Gründerzeit, einem kleinen Bahnhof, vielen Schulen und schönen Geschäften auch eine freiwillige Feuerwehr und seit 2001 auch ein Feuerwehrmuseum.
Darüber bin ich sehr froh, denn schon als kleiner Junge habe ich mich für die Feuerwehr und ihre Geschichte interessiert. Da ich in Frankreich geboren wurde und aufgewachsen bin, waren für mich die „Sappeure“ die größten Helden und natürlich wollte ich auch mal einer werden. Nicht nur, weil mich die großen modernen Löschzüge, mit denen heute die Feuerwehren bei einem Notruf mit großem Tatütata ausrücken, so faszinieren oder weil man als Feuerwehrmann beim weiblichen Geschlecht gleich bessere Chancen hat, sondern weil es eine schöne Aufgabe und große Verantwortung ist, anderen Menschen in Not zu helfen.
Dabei muss man nicht immer nur Brände löschen oder Menschen und Tiere aus größter Gefahr retten, bei Verkehrsunfällen Erste Hilfe leisten oder nach Unwettern Keller leerpumpen, sondern auch mal Katzen von Dächern oder Bäumen holen oder den Brandschutz in öffentlichen Gebäuden überwachen. Man erlebt als Feuerwehrmann sicher oftmals Schreckliches, doch oft auch Schönes, wie Kameradschaft und Dankbarkeit.
Sappeure waren früher die Truppenhandwerker beim französischen Militär. Kräftige und mutige Männer, die vor der Truppe herliefen, Hindernisse beseitigten, Brücken bauten und Schützengräben aushoben. Unter Napoleon wurden sie dann auch für den Brandschutz eingesetzt, woraus später die Pariser Feuerwehr gründet und mit „Sappeur pompier“ bezeichnet wurde. Auch in Breyell gibt es einen Sappeur-Zug, der jedoch weniger der Brandbekämpfung, sondern eher der gemeinschaftlichen Unterhaltung dient.
In diesem Blog möchte ich sowohl aus der Feuerwehr-Geschichte als auch Feuerwehr Geschichten von der Antike bis heute erzählen.